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Traditionell wird die Preisträgerin oder der Preisträger des Paul-Lincke-Ringes beim Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese bekannt gegeben. Der ist in diesem Jahr allerdings der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Hahnenklees Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus und Klaus Elders, Inhaber der Kultkneipe Paul-Lincke-Stube, haben einen anderen Weg gefunden, zu verkünden, wer den Musikpreis 2021 bekommen wird.

Ein Video von Stefan Sobotta.

Pressemitteilung vom 04.02.2021

Max Mutzke erhält den Paul-Lincke-Ring 2021 der Stadt Goslar
„Seine große, charismatische, einzigartige Stimme prägt jedes Ambiente“

Goslar/Hahnenklee. Der Musiker Max Mutzke ist in vielen Genres zu Hause, seine Stimme ist dabei unverwechselbar. Die Stadt Goslar würdigt sein musikalisches Schaffen jetzt mit dem Paul-Lincke-Ring für das Jahr 2021. „Max Mutzke hat nicht nur eine herausragende Stimme, er ist auch ein total sympathischer Typ“, findet Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte er den Namen des Preisträgers nicht wie üblich beim traditionellen Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese bekannt geben. Stattdessen veröffentlicht die Stadtverwaltung am heutigen Tag ein Video.

Darin wendet sich Max Mutzke an die Zuschauer, allen voran die Goslarerinnen und Goslarer. Er freue sich sehr über die Entscheidung der Jury, ihm den Paul-Lincke-Ring zu verleihen. „Ich darf nach Goslar kommen, ich darf den persönlich entgegennehmen, und ich werde natürlich für euch live spielen“, kündigt der 39-Jährige an und erklärt mit Blick auf die Pandemie: „In welcher Form, in welcher Besetzung weiß ich noch nicht.“ Er freue sich, sei sehr, sehr stolz und sehr, sehr dankbar, sagt Mutzke, der den Ring am 4. Dezember in Hahnenklee in Empfang nehmen wird.

In ihrer Begründung schreibt die Paul-Lincke-Ring-Jury: „Wahrheit, Emotion, Individualität, Ehrlichkeit, Virtuosität, Vielfalt, Freude, Herzlichkeit und Seele – das sind Qualitäten, die auf der Liste der Inhaltsstoffe deutscher Popmusik eher selten, nur vereinzelt mal, aber nie in solcher Ballung auftauchen wie bei Maximilian „Max“ Mutzke.“ Der Musiker sei in verschiedensten Stilen zu Hause – von Pop über Soul, Hiphop, Jazz, Blues, Rock bis zum Chanson. „Er fühlt sich in diversen Formaten wohl, allein, im Trio, mit Soulcombo, Streichquartett, Jazz Bigband oder einem 80-köpfigen Sinfonieorchester, dabei bleibt er sich immer treu und prägt jedes Ambiente mit seiner großen, charismatischen, einzigartigen Stimme.“ Auch Mutzkes Unterstützung von Projekten für Kinder sowie Initiativen für Diversität und Toleranz würdigt die Jury. Max Mutzke habe „mit seinem überschäumenden Talent, seiner einfühlsamen Persönlichkeit, seiner klaren Ausstrahlung und seiner überzeugenden Glaubwürdigkeit die populäre Unterhaltungskultur unseres Landes wunderbar bereichert“.

Der nach dem Komponisten Paul Lincke („Berliner Luft“) benannte Ring wird seit 1955 mittlerweile im jährlichen Rhythmus zu seinem Gedächtnis verliehen. In Berlin geboren, fand Lincke 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte. Seitdem wird das Andenken an den Komponisten, der als Schöpfer der Berliner Operette gilt, durch diese Auszeichnung wachgehalten. Der Paul-Lincke-Ring geht an Künstler, die sich um die deutsche Unterhaltungsmusik und neue musikalische Bühnenwerke in besonderem Maße verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören u.a. Udo Jürgens (1981), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), „Die Fantastischen Vier“ (2009), Silbermond (2013), Clueso (2015), Wolfgang Niedecken (2017) und Bosse (2019). Im vergangenen Jahr erhielt Roland Kaiser den Ring, konnte ihn aber noch nicht in Empfang nehmen; der Festakt der Ringverleihung sowie die geplanten Konzerte mussten aufgrund der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben werden. Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury aus elf Mitgliedern.

Maximilian Mutzke wurde am 21. Mai 1981 in Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg geboren. Erste Gesangserfahrungen sammelte Max Mutzke in der Funk-Band "Project Five". Seinen Durchbruch im Musikgeschäft feierte er dann 2004 mit seinem Debüt „Can’t wait until tonight“. Zuvor hatte er sich im Casting-Wettbewerb „Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“, kurz SSDSGPS, gegen seine Mitbewerber durchgesetzt. Max Mutzke stürmte mit seiner Debütsingle an die Spitze der deutschen Charts und vertrat Deutschland beim ESC in Istanbul, dem Eurovision Song Contest. Hier erreichte er den respektablen achten Platz. Kurz darauf brachte er 2005 sein erstes Album „Max Mutzke“ heraus. Es folgten „Home Work Soul“ (2010), „Durch Einander“ (2012), „Max Mutzke Live feat. monoPunk“ (2013), „MAX“ (2015) und „Experience“ (2016). Im September 2018 veröffentlichte der heute 39-Jährige sein aktuelles Album „Colors“. Diesen Sommer lässt er ein weiteres Studioalbum folgen.

Während seiner Karriere staubte er etliche Preise ab wie die Eins Live Krone für die beste Single (2004), die Goldene Stimmgabel als bester Solist (2005) oder den Jazz Platin Award für sein Album „Durch Einander“. Max Mutzke hatte nicht nur zahlreiche Fernsehauftritte, er wirkte auch in Peter Maffays Musical „Tabaluga“ und Kindermusikproduktionen mit. Im August 2019 gewann Max Mutzke erneut einen Fernsehwettbewerb: Im Astronauten-Kostüm ging er aus der ersten Staffel der Gesangs- und Kostümshow „The Masked Singer“ als Sieger hervor.


Paul-Lincke-Ring Preisträger 2020 - Roland Kaiser

Die Paul-Lincke-Ring-Verleihung an Roland Kaiser wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen verlegt.
Roland Kaiser Open-Air-Konzert
3. September 2021
Alle bereits erworbenen Konzert-Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Pressemitteilung vom 16.08.2021

Paul-Lincke-Ring-Verleihung an Roland Kaiser wird verschoben
Festakt im September nicht möglich – Neuer Termin voraussichtlich 2022

Goslar. Am 3. September kommt der Paul-Lincke-Ring-Preisträger aus dem Jahr 2020, Roland Kaiser, für ein Konzert auf das Goslarer Osterfeld. Die nachträgliche Verleihung des Paul-Lincke-Ringes, die für das erste Septemberwochenende angedacht war, muss hingegen verlegt werden. Aufgrund von Konzertverschiebungen und diversen Veränderungen war der Termin nicht einzuhalten. Die Verleihung soll zu einem späteren Zeitpunkt – voraussichtlich im neuen Jahr – nachgeholt werden.

„Wir freuen uns auf das Konzert und dass es in enger Abstimmung zwischen Management, Veranstalter, Landkreis und Stadtverwaltung gelungen ist, eine solche Veranstaltung – im Vertrauen darauf, dass die Corona-Regelungen im Land noch angepasst werden – auf die Beine zu stellen“, sagt Erster Stadtrat Burkhard Siebert. Nach der derzeitigen Regelung könnte das Konzert bei einer Inzidenz über 35 nicht stattfinden. Die Landesregierung hat allerdings bereits eine Anpassung der Corona-Verordnung angekündigt. Unabhängig vom Kaiser-Konzert und der Verleihung an Roland Kaiser wird am 4. Dezember Max Mutzke der Paul-Lincke-Ring für das Jahr 2021 in Hahnenklee verliehen.


Pressemitteilung vom 31.07.2019

Roland Kaiser erhält den Paul-Lincke-Ring 2020 der Stadt Goslar.
Vorverkauf für großes Konzert auf der Kaiserpfalzwiese startet am 31. Juli

Roland Kaiser ist der Erfolgskünstler des deutschen Schlagers. Seit mittlerweile 45 Jahren wird er auf deutschen Bühnen gefeiert. Die Stadt Goslar würdigt sein musikalisches Schaffen mit dem Paul-Lincke-Ring für das Jahr 2020 und rückt in diesem Jahr von der Tradition ab, den Preisträger beim Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese im Januar zu verkünden. Roland Kaiser wird im Zusammenhang mit der Paul-Lincke-Ring-Verleihung am 28. Juni am Vortag (27. Juni) nämlich ein großes Konzert auf der Kaiserpfalzwiese geben. Der Kartenvorverkauf startet am morgigen Mittwoch auf eventim.de.

„Wir hatten schon viele namhafte Künstlerinnen und Künstler hier in Goslar und Hahnenklee, aber Roland Kaiser ist ein echtes Pfund“, erklärt Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk bei der Bekanntgabe. Es gebe wohl niemanden, der das Schlager-Urgestein nicht kenne. „Ich freue mich schon jetzt auf eine volle Kaiserpfalzwiese.“ Ebenso freut sich der Preisträger. „Es ist für mich eine große Ehre, Preisträger des Paul-Lincke-Rings 2020 sein zu dürfen“, sagt Roland Kaiser. Als Sänger und Texter sei diese Auszeichnung für ihn etwas ganz Besonderes. „Ich bin ein großer Bewunderer von Paul Lincke selbst, der – ebenso wie ich – aus Berlin stammte und als Schöpfer der Berliner Operette sicherlich einen Großteil dazu beigetragen hat, den Weg für die heutigen, unterschiedlichsten Stilrichtungen deutscher Unterhaltungsmusik zu ebnen. Mich in die Riege der hochkarätigen Preisträgerinnen und Preisträger des Paul-Lincke-Rings einreihen zu dürfen, macht mich stolz und dankbar.“

 

Roland Kaiser wurde 1952 als Roland Keiler geboren und wuchs in Berlin auf. 1974 veröffentlichte er seine erste Single „Was ist wohl aus ihr geworden?“ – allerdings ohne große Resonanz. Doch das sollte sich in den kommenden Jahren ändern. 1976 feierte Roland Kaiser seinen ersten Verkaufserfolg mit dem Lied „Frei, das heißt allein“. Im Jahr darauf veröffentlichte er mit „Sieben Fässer Wein“ seinen ersten Top10-Titel. Es folgten unzählige Schlagerhits wie „Santa Maria“, „Lieb mich ein letztes Mal“, „Dich zu lieben“, „Joana“ und „Manchmal möchte ich schon mit dir“.

 

„Mit diesen Schlagern hat Roland Kaiser in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern Musikgeschichte geschrieben“, schreibt die Paul-Lincke-Ring-Jury in ihrer Begründung. Der Erfolg setze sich in den nächsten Jahren und auch nach einer gesundheitlich bedingten Zwangspause fort. Sein Duett mit Maite Kelly „Warum hast du nicht nein gesagt?“ 2014 feierte Rekorde: 100 Millionen-YouTube-Aufrufe und mehr als 200.000 verkaufte Singles in Deutschland. 2019 erschien Roland Kaisers aktuelles Album „Alles oder Dich“, das direkt auf Platz 2 der Charts einstieg.

 

„Roland Kaiser gestaltet auch seine neuen Lieder auf seine eigene, vertraute Weise“, stellt die Jury fest. Sein charakteristischer Klang sei damit längst mehr als der traditionelle Schlager. „Mit seinen wahrhaftigen Liedern von den Träumen und von der Liebe erreicht er die Herzen der Menschen.“ Außerdem würdigt die Jury die stets ausverkauften Liveauftritte. So seien seine jährlichen „Kaisermania“-Konzerte in Dresden legendär. „Überall singen die Menschen seine Lieder. Überall hören sie seine Botschaften für die Liebe und gegen den Hass, gerade auch in Dresden. Sie hören eine markante Stimme des gefühlvollen, anständigen Deutschlands.“

 

Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang. Etliche Preise wurden Roland Kaiser für sein musikalisches Schaffen, aber vor allem auch für sein soziales und politisches Engagement verliehen. Selbst als Vollwaise aufgewachsen engagiert er sich in vielen Einrichtungen für Kinder. Außerdem setzte er nach einer Lungentransplantation 2010 einen weiteren Schwerpunkt beim Thema Organspende. 2016 erhielt der Sänger sogar das Bundesverdienstkreuz.

 

Nun kommt „endlich“, so die Jury, ein weiterer bedeutender Musikpreis hinzu: Der Goslarer Paul-Lincke-Ring, benannt nach dem Komponisten („Berliner Luft“), der als Schöpfer der Berliner Operette gilt. Seit 1955 wird der Ring mittlerweile jährlich zu seinem Gedächtnis verliehen. Der in Berlin geborene und lebende Lincke hat 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte gefunden. Der Paul-Lincke-Ring geht an Künstler, die sich um die deutsche Unterhaltungsmusik und neue musikalische Bühnenwerke in besonderem Maße verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören u.a. Udo Jürgens (1981), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), Max Raabe (2005), „Die Fantastischen Vier“ (2009), Silbermond (2013), Wolfgang Niedecken (2017) und Ina Müller (2018). In diesem Jahr erhielt Bosse den Ring. Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury aus elf Mitgliedern.


Der Paul-Lincke-Ring

Der Paul Lincke Ring, benannt nach dem Komponisten Paul Lincke, ist ein Musikpreis der Stadt Goslar, der seit 1955 (inzwischen jährlich) verliehen wird. Mit dem Paul-Lincke-Ring werden Komponisten, Texter und Interpreten ausgezeichnet, die sich für die deutsche Unterhaltungsmusik engagieren und dieses Engagement durch ihr Repertoire entsprechend vertreten.

Der in Berlin geborene und lebende Lincke verbrachte die letzten Monate seines Lebensabends in Hahnenklee. Auf dem dortigen Friedhof fand er 1946 seine letzte Ruhestätte. Seitdem wird das Andenken an den Komponisten, der als Schöpfer der Berliner Operette gilt, durch diese Auszeichnung wach gehalten.

Zu den bisherigen Preisträger/innen gehören u.a. auch Udo Jürgens (1981), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), Max Raabe (2005), Peter Plate (2007), „Die Fantastischen Vier“ (2009), Annette Humpe (2011), Silbermond (2013), Clueso (2015), Helge Schneider (2016),Wolfgang Niedecken (2017), Ina Müller (2018)Bosse (2019)Roland Kaiser (2020) und Max Mutzke (2021).

Zu allen Preisträger*innen

 

Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury mit elf Mitgliedern.

Die Jury